Schulgarten

Auf unseren Schulgarten sind wir besonders stolz. Er ist Gemüse- und Blumengarten - und noch viel mehr ...

Die Arbeit im Nutzgarten mit Kindern (Säen, Pflegen, Ernten, ...) ist ein zentraler Schwerpunkt der umweltpädagogischen Arbeit an unserer Schule. Verschiedene Naturphänomene und ökologische Zusammenhänge werden so unmittelbar deutlich und begreifbar gemacht. Damit soll eine positive Beziehung zur Natur geschaffen werden, die grundsätzliche Voraussetzung für ein umweltbewusstes Verhalten ist.

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule arbeiten zwei Jahre am und im Schulgarten. Im Frühjahr übernehmen die 2. Klassen je vier Beete und bewirtschaften diese bis zum Herbst/Winter des Folgejahres. Neben biologisch-dynamischem Gemüse- und Getreideanbau bestimmen vielfältige Blumenarten das Bild unseres Schulgartens.

Es ist gewährleistet dass,

* alle Schülerinnen und Schüler am und im Schulgarten arbeiten.
* ein Arbeiten jederzeit während des Unterrichts möglich ist und nicht nur zu besonders festgelegten Zeiten, wie das beispielsweise bei einer Arbeitsgemeinschaft der Fall wäre.
* die Eltern (Ferienbetreuung gemeinsam mit ihren Kindern und den Lehrerinnen/Lehrern) mit in die Schulgartenarbeit einbezogen werden.

Der "Freilandunterricht" erfolgt (in der Regel) in fächerübergreifenden Projekten. Ein Beispiel aus einem 3. Schuljahr für die vielfältigen Natur- und Umweltthemen, die praxisorientiert, unter Berücksichtigung von Aspekten aus Sachunterricht, Mathematik, Sprache etc. durchgeführt werden können, mag das belegen:

Ein Kürbis wird immer dicker:

* Vom Samen bis zur Frucht - Saat, Beobachtung, Darstellungen
* Gewicht eines geernteten Kürbisses - Schätzen, Wiegen u.a.m.
* Verwertung der Frucht - Eltern und Schüler kochen gemeinsam in der Schulküche Kürbismarmelade, wecken Kürbisse ein und backen Kürbiskuchen.
* Erntedankfest - Schülerinnen und Schüler bringen Kürbisse und andere Früchte zum ökumenischen Schulgottesdienst in die Friedenskirche.
* Kürbisgeschichten
* Gemeinsames Frühstück - mit Kürbismarmelade und eingeweckten Kürbissen.

Über die geschilderten Begegnungs- und Betätigungsmöglichkeiten hinaus bietet unser Schulgarten noch viel Entdeckenswertes:

* Totholzhaufen, Trockenmauer, Insektenhaus, Nisthilfen und Biotop ermöglichen Beobachtungen und zeigen den Schülerinnen und Schülern, wie man im Garten Lebensraum für Nützlinge schaffen kann.

 
An der Kräuterspirale sollen die Kinder Geruch und Geschmack einiger Küchenkräuter wahrnehmen, die Kräuter kennen lernen, die sie in der Schulküche verwenden.
Neben der Wiederverwertung des Komposts als Düngemittel lernen sie beim Kompostieren im Komposter Kleinstlebewesen (Regenwürmer, Larven, Asseln, Schnecken, ...) in ihrer Funktion kennen.
   

Lernen geschieht hier nicht rein kognitiv, es ist emotional ansprechend, erlebnis- und handlungsbezogen.
Die Natur selbst wird hier zum Erfahrungs- und Lernraum.